Weihe GmbH – Fenster & Türen

Service

Pflege & Wartung

Damit Sie lange Freude an Fenstern und Türen haben: hier finden Sie Hinweise zur Bauphase, Bedienung, Lüftung, Reinigung und Wartung – kompakt als Übersicht und ausführlich in den Abschnitten.

1

Kurz & wichtig

Pflege ist wie beim Auto: regelmäßig – und dafür meist unkompliziert.

Um lange Freude an einem guten Fenster oder einer guten Tür zu haben, ist ein wenig Pflege unerlässlich. Wie bei einem Auto, brauchen auch Fenster und Türen ab und zu eine Wartung, öfter eine Reinigung. Sie sollten innen trocken gehalten werden. Kleine Kratzer im Lack lassen sich einfach ausbessern und bei größeren Beschädigungen können Holzfenster und Holztüren von uns aufgearbeitet werden.

Pflege-Set bestellen
Bestellen Sie unser Pflege-Set unter info@weihe-fenster.de.
2

Während der Bauphase

So bleiben Fenster & Außentüren in einwandfreiem Zustand – schon beim Bau.

Damit Fenster und Außentüren in einwandfreiem Zustand erhalten werden, ist bereits während der Bauphase folgendes zu beachten:

  • Metallteile, Rahmen oder Kunststoffoberflächen sind häufig durch eine Folie werkseitig geschützt, die zeitnah zu entfernen ist. Bleibt diese Folie zu lange auf den Bauteilen kann diese nur schwer oder gar nicht mehr entfernt werden.
  • Holzfenster sind meistens schon endlackiert und müssen deshalb besonders sorgfältig behandelt werden.
  • Alle Fenster sind bei Mörtel- und Putzarbeiten bauseits mit Folie abzudecken; diese ist mit geeigneten Klebebändern, wie z. B. Tesa 4438 oder 4838, zu befestigen (im Zweifelsfall beim Fensterhersteller nachfragen).
  • Die Bänder müssen sich rückstandslos abziehen lassen und dürfen dabei eine Holzfensterlackierung nicht beschädigen. Folien und Klebebänder sind so bald wie möglich – spätestens jedoch nach 2 Wochen – wieder zu entfernen!
  • Auf keinen Fall dürfen Putz- und Mörtelreste an bzw. in die Beschläge gelangen. Eine Reinigung der Bauteile ist fast unmöglich!
  • Sollte es durch Putz- oder Mörtelreste doch zu Verunreinigungen gekommen sein, so ist der Rahmen umgehend mit viel Wasser, einem neutralen Allzweckreiniger (ohne aggressive Stoffe, Lösungs- oder Scheuermittel) und einem weichen Schwammtuch zu säubern.
  • Von den Glasflächen sind Putz- oder Mörtelreste sofort mit viel Wasser abzuspülen! Aufkleber und Kleberreste mit warmer Seifenlauge, einem Schwamm oder mit einem Kunststoffspachtel vorsichtig ablösen – keine Rasierklingen, Stahlspachtel oder Scheuermittel einsetzen! Glasversiegelungen aus Silikon sind u. U. noch nicht ausgehärtet und sind deshalb besonders vorsichtig zu reinigen und auf keinen Fall mit aggressiven oder mechanischen Mitteln zu säubern.
  • Im Laufe weiterer Bauarbeiten werden z. B. mit Estrich und Innenputz mehrere hundert Liter Wasser in das Gebäude eingetragen, die vor Bezug wieder abtrocknen sollen.
  • Herrscht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, sodass sich schnell Kondenswasser an den Holzelementen absetzen kann, kann es zu Quellverhalten der gelieferten Holzelemente kommen. Deswegen muss dann intensiv gelüftet und geheizt werden. Faustregel: Wenn die Verglasung im Wandbereich beschlägt, ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch und alle Fenster müssen – auch im Winter – zum Lüften 10 Minuten lang weit geöffnet werden! Auf keinen Fall dürfen Fenster oder Türen über längere Zeit hinweg mit Folie verschlossen werden, weil das zu irreparablen Frühschäden führen kann!
  • Bei Arbeiten mit Winkelschleifern, Sandstrahlgeräten oder Schweißbrennern müssen Glas- und Rahmenoberflächen vor möglichen Oberflächenschäden durch Funkenaufschlag geschützt werden.
  • Bei Arbeiten in Scheibennähe sind die Oberflächen gegen Kratzer, Spritzer, Dämpfe, Schweißnebel oder starke Wärmeentwicklung (Heißasphaltarbeiten) zu schützen.
3

Bedienung

Sicherheit & schonender Umgang im Alltag.

  • Am offenen Fenster und bei der Reinigung besteht Absturzgefahr!
  • Deswegen beim Putzen eine sichere Leiter und ggf. Sicherheitsgeschirre oder andere Absturzsicherungen verwenden!
  • Fenster- oder Türflügel nicht mit zusätzlichen Gewichten belasten.
  • Beim Putzen nicht auf dem Flügel abstützen.
  • Bei Anwesenheit von Kindern Fensterflügel nicht unbeaufsichtigt über einen längeren Zeitraum offen stehen lassen; ggf. Drehsperren oder abschließbare Griffe anbringen.
  • Fenster- oder Türflügel nicht gegen die Leibungsecken drücken oder überdrehen.
  • Bei starkem Wind oder Zugluft Flügel nicht in Kipp- oder Drehstellung offen stehen lassen.
  • Keine Gegenstände zwischen Flügel und Blendrahmen legen. Soll der Flügel gegen Zufallen gesichert werden, können mechanische Feststellelemente montiert werden.
  • Beim Schließen der Fenster oder Türen nicht zwischen Flügel und Blendrahmen fassen – es besteht Quetschgefahr!
  • Beim Bedienen der Fenster-/Türflügel ausschließlich den Griff verwenden! Lasierte Oberflächen können durch dauernden Kontakt mit schmutzigen oder feuchten Händen früher zerstört werden!
4

Lüften

Kurz, effektiv und mit Blick auf Feuchtigkeit & Komfort.

  • Den erforderlichen Lüftungsvorgang möglichst kurz halten ("Stoßlüftung"); Fenster dabei für ca. 10 Minuten weit öffnen – nicht nur kippen – und Heizkörperventile schließen!
  • Alle Räume ausreichend beheizen; auch in solchen Räumen, die nicht ständig benutzt oder in denen niedrigere Temperaturen bevorzugt werden, eine Mindesttemperatur von 18 °C nicht unterschreiten!
  • Nach der Nacht alle Räume morgens einmal durchlüften; vor allem das Schlafzimmer, das Bad und die Küche!
  • Dauerlüften per Kippstellung während der Heizperiode bitte unterlassen; je nach Feuchtigkeitsanfall 3- bis 4-mal am Tag wie oben beschrieben "stoßlüften"! Freigesetzte größere Dampfmengen (z. B. beim Duschen oder Kochen) sofort nach außen abführen!
  • Wärmeabgabe von Heizkörpern und Luftzirkulation in den Räumen nicht behindern! Große Möbel mit geschlossenem Sockel mit ausreichendem Abstand zur Wand aufstellen oder mittels Schlitze im Sockel hinterlüften!
5

Rahmenprofile

Reinigung, Kontrolle und Dichtheit – die Basis für Funktion & Optik.

  • Die Reinigung des Rahmens und ggf. dazugehöriger Aluminiumteile mit einem neutralen Allzweckreiniger (ohne aggressive Stoffe, Lösungs- oder Scheuermittel) und einem weichen Schwammtuch durchführen.
  • Bei Holzfenstern soll während der Reinigung die Beschichtung auf Beschädigungen und Verwitterung kontrolliert werden. Kleinere Schäden lassen sich mit einem Reparatur-Set leicht selbst beheben; bei Lasuren empfiehlt es sich, regelmäßig ein abgestimmtes Pflegemittel aufzutragen. Bei größeren Schäden (z. B. Hagelschlag oder Risse) sofort den Fachmann konsultieren!
  • Bei der Reinigung des Fensters sind auch die Entwässerungsöffnungen in den unteren Rahmenprofilen bzw. in den Regenschienen zu kontrollieren und bei Bedarf zu säubern.
  • Ebenso sollte der Dichtschluss zwischen Flügel und Blendrahmen überprüft werden. Nur eine elastische und richtig eingezogene Dichtung kann Zugluft und Wasser abhalten. Vor einem Renovierungsanstrich sind auf jeden Fall alle Dichtungsprofile zu entfernen und hinterher wieder fachgerecht einzusetzen.
6

Verglasung

Schutz, Reinigung und typische Effekte – verständlich erklärt.

Es wird die Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von Glas für das Bauwesen angewendet. Zu Ihrem finanziellen Schutz möchten wir Ihnen den Abschluss einer Glasbruchversicherung empfehlen.

  • Zwischen Heizkörpern und dahinter liegenden Isoliergläsern ist mindestens ein Abstand von 30 cm einzuhalten. Bei Verwendung von Einscheibensicherheitsglas (ESG) kann der Mindestabstand auf 15 cm reduziert werden. Es wird empfohlen darauf zu achten, dass Heizkörper und Isolierglas im Breitenmaß übereinstimmen, weil es sonst zu einer ungleichmäßigen Aufheizung des Glases kommt und Spannungen im Glas entstehen. Werden die genannten Abstände unterschritten, ist ein Strahlenschutz zu installieren.
  • Beim Öffnen von Schiebetüren und -fenstern bildet sich zwischen den verglasten Elementen ein zusätzlicher Zwischenraum. Dabei ist auf eine ausreichende Be- und Entlüftung dieses Zwischenraumes zu achten, weil sonst die Gefahr eines Hitzestaus mit thermisch induziertem Scheibenbruch besteht.
  • Das nachträgliche Anbringen von innenliegenden Beschattungen birgt bei Sonneneinstrahlung die Gefahr des Hitzestaus zwischen Beschattung und Verglasung. Das Anbringen der Beschattung ist deshalb so auszuführen, dass ein solcher Hitzestau vermieden wird.
  • Das nachträgliche Aufbringen von absorbierenden Folien und Farben führt bei Sonneneinstrahlung zu einer starken thermischen Belastung der Gläser mit der Gefahr eines thermisch induzierten Scheibenbruchs.
  • Teilbeschattung kann zu ungleichmäßiger Erwärmung führen – dadurch besteht ebenfalls die Möglichkeit eines thermisch induzierten Scheibenbruchs.
  • Aufkleber/Etiketten sollten schnellstmöglich entfernt werden. Kondensatbildung außen an hochwärmedämmenden Isoliergläsern kann in bestimmten Situationen (z. B. nach kalten, klaren Nächten) physikalisch bedingt auftreten und stellt keinen Mangel dar.
  • Kondensat innen kann bei hoher Luftfeuchtigkeit entstehen; je besser der U-Wert, desto seltener – grundsätzlich kann es aber auch bei hochwärmedämmenden Gläsern vorkommen.
  • Bei der Glasreinigung viel (möglichst sauberes) Wasser verwenden, um Scheuereffekte durch Partikel zu vermeiden. Keine spitzen/scharfen metallischen Gegenstände einsetzen; „Abklingen“ ganzer Glasflächen ist nicht zulässig.
7

Beschläge

Funktion sichern – Korrosionsschutz erhalten.

  • Die Beschläge dürfen nicht mit aggressiven Mitteln gesäubert werden, weil dadurch ihr Korrosionsschutz angegriffen wird. Sie dürfen auch nicht überlackiert werden, damit sie in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden.
  • Alle beweglichen Teile und Verschlussstellen der Fenster und Türen sind einmal jährlich zu fetten oder zu ölen. Dabei bitte nur ein harz- und säurefreies Fett oder ein geeignetes Öl verwenden. Beschädigte Beschlagteile sind vom Fachmann auszutauschen.
8

Außentüren

Oberflächen, Beschläge, Dichtungen – und typische Fehler vermeiden.

  • Auch die Oberflächen von Außentüren müssen während der Reinigung auf Beschädigungen und Verwitterung kontrolliert werden. Kleinere Schäden lassen sich ebenfalls mit einem Reparatur-Set leicht selbst beheben; bei größeren Schäden (z. B. Hagelschlag oder Risse) sofort den Fachmann konsultieren!
  • Die Grundreinigung der lasierten Oberflächen sollte mit einem nassen weichen Lappen erfolgen. Die lasierte Holzoberfläche darf mit keiner flüssigen Chemikalie in Kontakt kommen! Glasflächen können mit viel Wasser oder Glasreiniger gesäubert werden, dabei jedoch nicht an Versiegelungen rubbeln! Flächen aus Edelstahl/Niro (Applikationen und Griffe) bitte ebenfalls regelmäßig reinigen (Schmutz- und Oxydreste auf Edelstahl sind kein Rost!).
  • Einmal jährlich sollten die beweglichen Beschlagteile geölt werden (kein säure- oder harzhaltiges Öl verwenden) (der E-Öffner darf nicht geölt werden!). In diesem Zusammenhang bitte auch den Sitz der Dichtung sowie die Versiegelungsfugen kontrollieren und bei Fehlern/Rissen vom Fachmann reparieren lassen.
  • Häufige Fehler vermeiden: Die Außentür täglich zu verriegeln (Schlüssel zweimal drehen) schützt nicht nur vor Einbruch, sondern trägt auch zur Langlebigkeit bei. Der Türflügel sollte niemals unkontrolliert ins Schloss fallen (Zerstörungs-/Verletzungsgefahr). Schloss bei geöffnetem Flügel nicht herausdrehen. Keine zusätzlichen Gewichte auf den Flügel einwirken lassen. Beim Bedienen ausschließlich den Griff verwenden.
  • Holz-Aluminium Außentüren: Pulverbeschichtete Oberflächen außenliegender Aluminiumbauteile ein- bis zweimal im Jahr reinigen. Nicht unter direkter Sonneneinstrahlung (Oberflächentemperatur max. 25°C). Nur pH-neutrale, nicht kratzende Reinigungsmittel verwenden; bei starker Verschmutzung Spezialreiniger.
  • Aus Gewährleistungsgründen: Heizungen/Fußbodenheizungen mindestens 1 Meter Abstand zu den Türen. Haustüren unmittelbar nach Montage abnehmen; Schutz durch Folien/Decken nicht möglich, da Farbe noch ca. sechs Wochen aushärtet. Bei Neubauten Bautürblatt/Kantenschutz empfohlen – sprechen Sie uns bei Bedarf an.
9

Wartungsarbeiten

Regelmäßigkeit zahlt sich aus – auch innerhalb der Gewährleistungsfristen.

Fenster und Außentüren werden tagtäglich benutzt und dabei je nach Einsatzort (Wohnhaus, Hotel, Schule) mehr oder weniger stark strapaziert. Zusätzlich sind sie wechselnden Witterungsbedingungen, wie Sonne, Regen, Schnee und Wind ausgesetzt. Deswegen bedürfen Fenster und Türen der regelmäßigen Pflege, Wartung und Instandhaltung – und das auch schon innerhalb der Gewährleistungsfristen! Die Instandhaltung aller baulichen Anlagen und Einrichtungen wird im Übrigen auch durch die Bauordnungen der Länder gesetzlich gefordert.

Inspektionsintervalle
Allgemeine Inspektionsintervalle
Schul- und Hotelbauten
halbjährlich bis jährlich
Büros und öffentliche Gebäude
jährlich
privater Wohnungsbau
1 bis 2 Jahre oder nach Bedarf
Sicherheitsrelevante Inspektionsintervalle*
Schul- und Hotelbauten
halbjährlich
Büros und öffentliche Gebäude
halbjährlich bis jährlich
privater Wohnungsbau
1 bis 2 Jahre
* sicherheitsrelevant ist z. B. die Tragfähigkeit von Beschlägen oder die Schließfunktion von Funktionstüren. Wartungen von Türen mit Fähigkeit zur Freigabe sind monatlich durchzuführen und zu dokumentieren.
Wartungsprotokoll (Muster)
  • Rahmenprofile und Konstruktion
  • Oberflächenbeschichtung
  • Regenschutzschienen (bei Holzfenstern)
  • Beschläge
  • Dichtungsprofile
  • Verglasung
  • Bauanschlussfugen
  • Lüftungseinrichtungen
10

Anlagen & Downloads

Ausführliche Unterlagen finden Sie online – bei Fragen sind wir gerne da.

Eine Bedienungsanleitung für die Beschläge, eine Pflegeanleitung für die Holzoberfläche und sonstige, ausführliche Unterlagen haben wir unter Downloads bereitgestellt. Bei Beachtung und Anwendung dieser Hinweise werden unsere hochwertigen Holzelemente in ihrem ursprünglichen, optimalen Zustand erhalten.

Kontakt
Bei Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit gerne an info@weihe-fenster.de. Stand: Januar 2020